Zentralmexiko ist nicht nur die Heimat von Baranda
Tequila, es ist auch die Wiege der mexikanischen Unabhängigkeitskämpfe
Anfang des 20. Jahrhunderts. Von hier aus wurde die Revolution begonnen,
viele entscheidende Schlachten wurden hier im Namen der Revolution geschlagen
und 1917 schließlich die Verfassung entworfen.
Welchen Anteil dabei der Tequila am Sieg der mexikanischen Freiheitskämpfer
hatte, wissen wir natürlich nicht. Aber wie wir die Mexikaner kennen, dürfte
das mexikanische Nationalgetränk in Strömen geflossen sein ...
Viva la Baranda-Revolución!!
Die Mexikanische Revolution (1910-1929) wurde durch Francisco
Madero 1910 ausgerufen, um den mexikanischen Diktator Porfirio
Díaz zu stürzen. Die Mexikanische Revolution wurde von sehr verschiedenen
Strömungen und Interessen getragen, die sich durch hemmungslose Elitekämpfe
auf der einen und eine soziale Revolution auf der anderen Seite auszeichnete.
Tragend für die sozialrevolutionäre Seite war die Bewegung der magonistischen
Landarbeiter, die große Landgebiete enteigneten, um sie gemeinschaftlich
zu bewirtschaften. Die anarchistischen Magonistas entwickelten dabei einen
indigenen Kollektivismus und libertären Sozialismus. Ihre Parole Tierra
y Libertad (Land und Freiheit) wurde später von der zapatistischen
Bewegung aufgegriffen. In der offiziellen Revolutionsgeschichte zwang Madero,
zusammen mit Pancho Villa und Emiliano Zapata, 1911 durch den Sieg über
Díaz bei Ciudad Juárez diesen zum Rücktritt. Díaz überließ Madero das Präsidentenamt
und floh ins Exil nach Paris. Madero hatte bis zu seinem gewaltsamen Tode
1913 das Amt inne. Nach dem Tode Maderos gelangte der konservative General
Victoriano Huerta durch einen Putsch an die Macht. Dem stellte sich eine
Koalition aller revolutionären Kräfte entgegen. Diese zerbrach jedoch nach
dem Sturz Huertas wieder. Die verschiedenen Vorstellungen der Revolutionsführer
Zapata, Villa, Carranza und Álvaro Obregón ließen sich nicht vereinbaren.
Im Zug der darauf folgenden Auseinandersetzungen gelang es Carranza mit
Hilfe Obregóns 1915, die Hauptstadt einzunehmen. Carranza ernannte sich
unter Billigung Generals Obregóns zum Präsidenten Mexikos. In den folgenden
vier Jahren kehrte Ruhe ein in das Land. Mit der Ermordung Zapatas durch
das Carranza-Regime 1919 ging die Revolution in eine neue Phase. Obregón
wollte nun selbst an die Macht. Mit Hilfe der zapatistischen Armee stürzten
seine Truppen Carranza, dieser kam dabei ums Leben. Während Obregóns Regierungszeit
(1920-1924) und der seiner Nachfolger stabilisierte sich das Land, wenngleich
es noch mehrere Putschversuche gab, die jedoch alle erfolglos blieben. Erst
1929 wurde die Mexikanische Revolution offiziell für beendet erklärt.
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